Приветствую Вас Гость | RSS

Средневековая история Восточной Европы

Понедельник, 19.11.2018, 03:40
Главная » Файлы » Источники

Jeweyl von Gots gnaden wir Albrecht Marggraf zu Brandenburg in Preussen zu Stettin
15.01.2009, 18:27

Jeweyl von Gots gnaden wir Albrecht Marggraf zu Brandenburg in Preussen zu Stettin / Pommern/ der Cassuben und Wenden Hertzog/ Burggraf zu Nurnberg/ und Fuerst zu Ruegen/ auff viel feltings vleyssigs embfings/ unnserer lieben Getrewen underthanen/ von allen Stenden/ unserer Landt Preussen anreden und anhalten/ den Umbzug vorgenomen / und durch Goetliche hilff den selben zum theyl geendet darinn dann/ wie es mit Gericht/ Recht uund andernn inn der gantzen Pollicey/ unsers Furstenthumbs zugehet und gehalten wirdt/ so viel uns muglich / der hohen unvermeydlichen / gebuerlichen nodturfft nach / bestetiget / auch so etwas Jrrings und zwispaltigs zwueschen unsern underthanen sich zugetragen / angehoert und durch verleyhung des Almechtigen geortert und beygelegt haben etc.

 

Und nachdem wyr uns zu furderung Goetlicher ehre / und aussbreytung der warheit des Heyligen Euangelij / das auch inn Kirchen ordentlich / zuechtigt und wol zugehe / Desgleychen die Diener unsers Herren Christi und seynes heyligen worts / geburliche und ziembliche underhaltunge haben muegen / Alsoviel unser Furstlich Ampt betriesst / durch unsere underthanen zu verschaffen schuldigt erstennen / Als haben wyr neben verhoer und entrichtung der weldlichen hendel / auch der Religion und Kirchensachen / woe irgents ein mangel gefunden / gern abhelffen woellen. Derwegen die Ehrwyrdige unnsere Freunde / Rethe und liebe getrewen die verordente herren Bischoffe / sampt et-lichen vornembsten Theologis und Predigern zu solchenn handel / uff das mit derer rathe und zuthnn / alles dester richtiger und schleuniger verordent und bestellet moecht werden mitgenommen / Do wyr dann neben obgemelten herren Bischofen / Theologis / und Predigern an etlichen oerthen unsers Furstenthumbs nicht einerley weiss / oder Ceremonien funden / unangesehen das die vorige Kirchen ordenung / sampt den Artickeln der Ceremonien / unns / nichtsminder dem verordenten ausschlus unsers gantzen Furstenthumbs auff dem Landtage zu Koenigsberg im Decembri des funffzehen hundersten und funfundzwanzigsten jares gehalten / durch beyde herren Bischoffe / Sambland und Pomesan etc. dazumal furgetragen / wie dann auch dieselbige vorige Kirchen ordenung jene zeyt einhelliglich fur gut angesehen bewilligt / beschlossen / angenommen / und auch gehalten ist worden. Weyl aber die Buchlein / der offtgemelten Ordnung zum theil findt umbskommen ist daran ervolget / das an etlichen orten unsers Furstenthumbs durch die Pfarrherren / derselben orter etwas eygens und sonderlichs (des wyr kann kleinen gefallen getragen ) ist furgenommen. Haben uns derhabben mit den Herrn Prelaten und fur nembsten Theologis und Predigern unterredet / und von ihnen gnediglichen bege-ret ein Kirchenordnung widder / im Druckt ausgehen zu lassen / dardurch die Pfarher inn beyden Bisthumben und durch unser gantzes Furstenthumbs / in Stedten / Fleckten/ und Doerffern / einerley weysse und Ceremonien / sunderlich im Ampt des Abendmals unsers lieben Herren Jesu Christi eintrechtigt brauchen und fuhren moechten / Damit nicht an ein idern orth / eine sonderliche und andere weyse gehalten werde. Dann es ist ein Christus / eyn Geyst / ein Tauffe / ein Gott und Vater unser aller / gleych wie wyr auch alle ein Wortt und einen Glauben haben / und sollen vleyssigt sein / die eynigkeit im Geyst / durch das Band des Friedes (wie S.Paulus leret) zu halten / Dann Gott ist nicht ein Got der unordenung / sondern des Friedes / wie inn allen Gemeynen der Heyligen oder Gleubigen. Und ob wol solche menschliche Ordenungen / von eusserlichen Ceremonien frey sind / und unserer feelen seligkeit nichts daran gelegen / so ists doch ungechicht / ja auch dem einfeltigen Volckt ergerlich [ ergellich] / Wann man inn einem Lande aber [oder] Furstenthumbs zwispeltigt funden wirt / inn bedacht / das solche Ritus unnd Kirchen weyse / von wegen der Jugendt und einfeltigen schwachen allermeyst gehalten sollen werden / das der einfalt damit gedienet / Auch jder mennightich dardurch zum wortte Gottes und Glauben gereytzet und geleytet werde / das also alles / nach der lere S.Pauli zur besserung geschehe / nichtsminder zuchtiglich und ordentlich zugehe / Demselbigen unsern obgemelten Furstlichen unnd Christlichen begeren nach volgende Kirchen ordennung sampt andern Artickeln uberantwort / daneben auch angereygt / das dieselbige / sich mit andern Kirchen der Augsbergischen Confession sonderlichen aber mit der zu Wittenmberg (so des heyligen Euangelions warheit lautter und klar / durch sonderliche Gottes gnade inn diesen letzten zeyten herfuer brocken ist) zum mehrern theyl vergleychen thue etc.

 

Deshalben wollen wyr von auch allen und jeden unsern getrewen lieben underthanen Hohes und nydrigs Stands erstricken begeret / auch hiermit bevo-en haben / dieselbigen Ordnung und Artickel mit aller Ehrerbitung (wie an ihme selbs billich und Christlich ) anzunemen …

Категория: Источники | Добавил: ostpreussen
Просмотров: 579 | Загрузок: 0 | Комментарии: 1 | Рейтинг: 0.0/0
Всего комментариев: 0
Имя *:
Email *:
Код *: